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Satyrian: Eternitas
LION MUSIC/ALIVE
Sicherlich ist das Cover mit dem nackten, weiblichen Engel und den abgestorbenen Flügeln oder wie immer man das nennen mag, voll der Hingucker aber auch musikalisch haben die Gothic Metaller von Satyrian auf ihrem Labeldebüt "Eternitas" einiges zu bieten. Die sechsköpfige Band sieht sich als internationale Combo, was sich in der Mitgliedschaft von deutschen, finnischen, serbischen und holländischen Musikern darstellt. So hat man zwei weibliche Sängerinnen, zum einen Kemi Vira (The Dreamside, The Bloodline) sowie Judith Stöber eine professionelle Studiosängerin, welche auf einige Metalplatten vertreten ist. Tolle Stimmen! Wer denkt das wäre alles, der täuscht sich : Ex-Pyogenesis Bassist und Produzent Roman Schönsee sorgt für die derberen Parts, während Keyboarder und Everon Musiker Oliver Phillips die sanften Parts abdeckt. Ihr merkt schon: Für Abwechslung ist gesorgt! Aber auch musikalisch ist der Haufen wahrlich nicht ohne. "Eternitas" ist keine Scheibe zum Reinhören, Kritik schreiben, fertig. Das vielschichtige Werk braucht einige Durchläufe und ist kein einfach strukturierter Kram a la Charon oder 69 Eyes, was ja natürlich auch geile Bands sind. Viel mehr sind Satyrian rockig, proggig, orchestral und auch düster, aber nie zuviel von einem Attribut. Sehr positiv ist für meinen Geschmack der Einsatz des Keyboards als Piano, wo nicht so debil wie so oft herumgeklimpert wird. Sicherlich erfinden Satyrian das überlaufene Genre keinesfalls neu, sie schaffen es aber interessant zu sein. Ob man mit "The Bridge Of Death" in die Blackmore's Night Ecke gehen muss, wage ich zwar zu bezweifeln, aber schlimm ist es nicht. Das abschließende, atmosphärische "Ewigkeit" ist dann der ruhige Ausklang einer guten Platte.

Note: 2- Verfasser: Thorsten Dietrich

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